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Baukosten

Ja die Baukosten sind ein leidliches Thema. Oft werden wir gefragt
"Rechnet sich denn das?" Und wir müssen leider eingestehen "Wir
wissen es nicht". Mit Sicherheit ist hier viel Idealismus dabei
ein solches Haus zu bauen. Und wir haben große Summen durch Eigen-
leistungen eingespart. Z.B.
    - Außendämmung kleben
    - Fenster und sonstige Abdichten.
    - Großteil des Innenausbaus wie Fliesen, Streichen, Tapezieren,
    Fußboden verlegen etc.
    - Dämmung und Verkleidung des Daches
und noch vieles andere.
Ein Besonderer Dank hier nochmals an alle Väter und Mütter.

Zurück zu den Kosten. Dadurch das wir uns für die teuerste Variante
entschieden haben (Kalksandstein + Außendämmung) amortisiert sich
unser Haus natürlich wesentlich langsamer als ein Haus in Holz-
ständerbauweise oder sonstige Passivhaus Varianten. Ob es sich
amortisiert hat hängt natürlich von vielen Faktoren ab.
    - Wie steigen die Gas und Strom kosten?
    - Sind unsere Bauteile die unseren niedrigen Energieverbrauch
    garantieren langlebig genug?
    - Bleibt der Pelletpreis relativ stabil?
    etc.
Auf gut Glück würden wir sagen in 25 bis 30 Jahren könnte das
ganze Projekt mit einer dicken Null herrauskommen was die Kosten
angeht.
Eins bleibt aber unbestreitbar.
Es ist ein sehr gutes Gefühl nicht für den Treibhauseffekt
verantwortlich zu sein und auch nicht dafür, dass neue Kraftwerke
gebaut werden müssen.

Als Anleitung für Interessierte wollten wir noch eine knappe
Kostentabelle aufstellen. Wir hoffen das in diesem Jahr noch
zu hinzubekommen


Laufende Stromverbrauch

Dadurch das wir früher in einem konventionellen Haus (160 qm) gewohnt
haben, wußten wir genau über den Strom- und Gasverbrauch bescheid.
Durch die Verwendung von energiespareneden Geräten wie z.B. Gefiertruhe
mit Energiestufe A+ und Energeisparlampen im Passivhaus ist der Stromverbrauch
nicht gestiegen. Trotz Lüftungsanlage deren Ventilatoren 24 Stunden
täglich laufen, einem Pelletofen dessen Elektronik (1/2 Jahr a 24h)
und Regelelektronik für Sonnenkollektor / Warmwasser (24h täglich).
Auch im alten Haus haben wir schon auf den Stromverbrauch geachtet.
So kann man viel Energie bei Standby Geräten einsparen, durch
die einfache Verwendung einer Steckerleiste mit Ein/Aus Schalter.
Hier mal ein paar Energiefresser denen wir den Gar ausgemacht haben:
    - Fernseher
    - Stereoanlage
    - Computer
    - Espressomaschine


Laufende Kosten für Warmwasser und Nachheizung

Nachdem wir jetzt über zwei Jahre in unserem Passivhaus wohnen, freuen
wir uns das die Kosten denen unserer Berechnung entsprechen. Für das
erste Jahr haben wir eine graphische Aufarbeitung unseres Pelletverbrauchs
im Zusammenhang mit den Sonnenstunden und der Außentemperatur erstellt.
Zu sagen ist das wir im ersten Heizjahr 2004/20005 einen Pelletverbrauch
von ca. 900kg für unser Passivhaus (240 qm) hatten. 2005/2006 war ein
langer Winter und so manchen Öl und Gas Verbraucher hat die Heizrechnung
das Jahr bereits vermiest. Auch unser Passivhaus hat dieses Jahr einen
höheren Verbrauch gehabt, da die Heizperiode bis Ende April reichte.
Dadurch sind etwas über 1000kg zusammengekommen. Die Innentemperatur
lag im Durchschnitt bei 21 Grad und nicht wie die bei der Passivhaus-
Berechnung angenommen 20 Grad.


Deutlich zu erkennen ist Effekt des Erwärmetauschers, der die Nachheizung bis
Ende November wesentlich reduziert.


Ebenfalls schön zu erkennen, dass bei Sonnenschein der Pelletverbrauch
verringert wird. Trotz großer Minus Temperaturen (Ende September / Anfang März)